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Länderinfos: Kroatien
Kroatien (kroat. Hrvatska) ist eine parlamentarisch-demokratische Republik in Südosteuropa, die teilweise auch zu Mitteleuropa gezählt wird. Die amtliche Bezeichnung für den Staat lautet ?Republik Kroatien? (Republika Hrvatska). Das Land am Adriatischen Meer grenzt zu Lande an Slowenien, Ungarn, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro.
Kroatien gehört mit ca. 4,5 Millionen Einwohnern und einer Fläche von nahezu 57.000 km² zu den kleineren Staaten Europas. Die Hauptstadt Zagreb mit ca. 1 Million Einwohnern ist Regierungssitz, Verkehrsknotenpunkt, sowie wirtschaftliches und akademisches Zentrum des Landes.
Kroatien ist unter anderem Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) und des Zentraleuropäischen Freihandelsabkommens (CEFTA). Der Staat strebt einen Beitritt zur Europäischen Union und der NATO an. Seit 2005 hat Kroatien den Kandidatenstatus zur Europäischen Union.
Der kroatische Anteil an der Donau ist 188 km lang, zudem grenzt Kroatien nur an die rechte Donauseite. Die Donau trennt Kroatien von der serbischen Provinz Vojvodina.
Die längsten Flüsse, die durch Kroatien fließen, sind die Save (kroat. Sava, 562 km) sowie die Drau (kroat. Drava, 505 km). Diese Flüsse bilden die große Teile der Grenzen zu Bosnien-Herzegowina bzw. zu Ungarn. Beide Flüsse fließen zur Donau ab, dabei ist die Sava ist der wasserreichste, die Drau der viertwasserreichste Nebenfluss der Donau.
Die Kulpa (kroat. Kupa, 269 km) bildet im Oberlauf einen Großteil die Grenze zu Slowenien. Sie mündet in Sisak in die Sava, die ab dort schiffbar ist. Weiter Flüsse sind die Korana, Krapina (Fluss), Lonja, Mur sowie die Vuka.
Die Flüsse aus den Dinariden zur Adria, z.B. die Cetina sind relativ kurz, einzig die in der Herzegovina entspringende Neretva stellt einen bedeutenden Fluss in die Adria dar.
Die berühmtesten Seen sind die Plitvicer Seen, welche zugleich einen Nationalpark darstellen.
In Kroatien leben in freier Wildbahn noch Braunbären, Wölfe, Luchse, Adler und andere geschützte Tierarten.
Die Lebenserwartung in Kroatien beträgt etwa 75 Jahre. Seit einigen Jahren verzeichnet das Land wegen niedriger Geburtenraten eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung.
Von den Einwohnern zum Zeitpunkt der Volkszählung von 2001 besaßen 4.399.364 (99,14 %) die kroatische Staatsangehörigkeit, 44.340 (1,00 %) davon auch eine zweite Staatsangehörigkeit. 17.902 (0,40 %) besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit, 9.811 (0,22 %) waren Staatenlose. Von 10.383 Einwohnern (0,23 %) war die Staatsangehörigkeit unbekannt.
Laut Volkszählung von 2001 sind die folgenden Religionen stark in Kroatien vertreten: 1. Römische Katholiken 3.897.332 (87,8%) 2. Agnostiker und Atheisten 230.908 (5,2%) 3. Orthodoxe 195.969 (4,4%) 4. Muslime 56.777 (1,3%) 5. Katholiken des griechischen Ritus 6.219 (0,1%) 6. Zeugen Jehovas 6.094 (0,1%) 7. Calvinisten 4.053 (0,1%) 8. Lutheraner (Augsburger Bekenntnis) 3.339 (0,1%) 9. Adventisten 3.001 (0,1%) 10. Baptisten 1.981 (<0,1%)
In Kroatien gibt es derzeit (Stand: Frühjahr 2006) drei Mobilfunknetzbetreiber, wobei eine vierte Lizenz noch im Laufe des Jahres 2006 ausgeschrieben werden sollte. Die beiden größten Netze garantieren eine flächenmäßige Abdeckung von über 98 %. Auch die Einführung neuen Technologien, wie WAP, GPRS oder MMS wurde rasch durchgeführt. Auch UMTS und mobile Videotelefonie sind bereits verfügbar. Dem kroatischen Telekommunikationssektor wird immer noch recht gutes Wachstumspotential zugeschrieben, da noch keine vollständige Marktsättigung erreicht wurde.
Breitbandinternetzugänge sind nicht im ganzen Land verfügbar. Durch gezielte Wachstumsanreize soll der Ausbau Breitbandinfrastruktur beschleunigt werden. 2005 wurden in Kroatien bereits Frequenzlizenzen für Internet-Funknetzwerke vergeben. Insbesondere durch neue WiMAX-Funknetzwerke soll die Internet-Infrastruktur in ganz Kroatien ausgebaut werden. Die flächenmäßige Abdeckung ganzer Städte und Regionen mit dieser Technik wurde hierbei beschlossen.
Kroatien nimmt, was die terrestrische Abdeckung mittels digitaler TV-Sendetechnik (DVB-T) betrifft, eine führende Stellung in Europa ein und hat erst unlängst von Seiten der Europäischen Kommission europaweit die beste Bewertung diesbezüglich bekommen. In Kroatien besteht bereits die Möglichkeit zur digitalen Abdeckung von 70% der Bevölkerung (Stand: 2006).
Kroatien gehört mit ca. 4,5 Millionen Einwohnern und einer Fläche von nahezu 57.000 km² zu den kleineren Staaten Europas. Die Hauptstadt Zagreb mit ca. 1 Million Einwohnern ist Regierungssitz, Verkehrsknotenpunkt, sowie wirtschaftliches und akademisches Zentrum des Landes.
Kroatien ist unter anderem Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO) und des Zentraleuropäischen Freihandelsabkommens (CEFTA). Der Staat strebt einen Beitritt zur Europäischen Union und der NATO an. Seit 2005 hat Kroatien den Kandidatenstatus zur Europäischen Union.
Geographie und Geologie
Lage
Kroatien befindet sich im Nordwesten der Balkanhalbinsel zwischen Südost- und Mitteleuropa. Kroatien kann je nach Sichtweise sowohl Mitteleuropa als auch Südosteuropa zugeordnet werden. Historisch gesehen kann man die Gebiete nördlich bzw. links der Save zu Mitteleuropa zählen, die kroatische Küstenregion wird meist zu Südosteuropa gezählt. Die geographische oder tektonische Einteilung Europas schlägt die Gebiete südlich des Alpenhauptkammes und der Karpaten zu Südeuropa und Südosteuropa.Inseln
Die größten Inseln: 1. Krk 409,90 km² 2. Cres 405,78 km² 3. Brac 394,57 km² 4. Hvar 299,66 km² 5. Pag 284,56 km² 6. Korcula 276,03 km²Berge
Die höchsten Berge: 1. Dinara 1.830 m 2. Kame?nica 1.810 m 3. Sveti Jure (St. Georg) 1.762 m im Biokovo-Massiv 4. Vaganski vrh 1.757 m im Velebit-Gebirge 5. Ple?ivica 1.657 m bei OzeblinGewässer
Die größten Seen: 1. Vransko jezero 30,7 km² 2. Dubravsko jezero 17,1 km² 3. Peruca-See 13,0 km² am Cetina-Fluss, kroat. Perucko jezero 4. Prokljansko jezero 11,1 km²Der kroatische Anteil an der Donau ist 188 km lang, zudem grenzt Kroatien nur an die rechte Donauseite. Die Donau trennt Kroatien von der serbischen Provinz Vojvodina.
Die längsten Flüsse, die durch Kroatien fließen, sind die Save (kroat. Sava, 562 km) sowie die Drau (kroat. Drava, 505 km). Diese Flüsse bilden die große Teile der Grenzen zu Bosnien-Herzegowina bzw. zu Ungarn. Beide Flüsse fließen zur Donau ab, dabei ist die Sava ist der wasserreichste, die Drau der viertwasserreichste Nebenfluss der Donau.
Die Kulpa (kroat. Kupa, 269 km) bildet im Oberlauf einen Großteil die Grenze zu Slowenien. Sie mündet in Sisak in die Sava, die ab dort schiffbar ist. Weiter Flüsse sind die Korana, Krapina (Fluss), Lonja, Mur sowie die Vuka.
Die Flüsse aus den Dinariden zur Adria, z.B. die Cetina sind relativ kurz, einzig die in der Herzegovina entspringende Neretva stellt einen bedeutenden Fluss in die Adria dar.
Die berühmtesten Seen sind die Plitvicer Seen, welche zugleich einen Nationalpark darstellen.
Die adriatische Küstenregion
Die zu großen Teilen karstige adriatische Küstenregion, in der Mittelmeerklima herrscht und die von mediterranen kulturellen Einflüssen geprägt ist. Die Breite des mediterranen Küstenstreifens variiert stark. Während er an einigen Stellen (unterhalb des Velebit und des Biokovo) nur wenige Kilometer breit ist, reicht er an anderen Stellen weiter ins Landesinnere. Die Mehrzahl der in Kroatien in die Adria mündenden Flüsse ist jedoch relativ kurz; lediglich der Einzugsbereich der aus Bosnien und Herzegowina kommenden Neretva erstreckt sich weiter ins Landesinnere. Die adriatische Küstenregion lässt sich von Norden nach Süden untergliedern in die historischen Regionen Istrien (die Halbinsel im Nordwesten der kroatischen Küste), das Kroatische Küstenland oder Hrvatsko Primorje um Rijeka und Senj mit den Inseln der Kvarner-Bucht und Dalmatien ? die zerklüftete Adria-Küste ab etwa Zadar südwärts einschließlich der vorgelagerten Inseln und des gebirgigen Hinterlandes mit schönen und historisch bedeutsamen Städten wie Dubrovnik (Ragusa) und Split. Der kroatischen Küste sind 1.185 Inseln vorgelagert, von denen allerdings nur 67 dauerhaft bewohnt sind. Zu den größten und bekanntesten zählen Krk, Cres, Rab, Pag, Brac, Hvar und Korcula (von Norden nach Süden).Natur- und Nationalparks
Obwohl Kroatien im europäischen Vergleich ein flächenmäßig relativ kleines Land ist, verfügt es über acht Nationalparks und zehn geschützte Naturparks. Insgesamt stehen 450 Landstriche, davon 79 Sonderreservate (botanische, geomorphologische, ornithologische, Meeres- und Waldreservate) unter Naturschutz. Insgesamt 5.846 Quadratkilometer bzw. 10 Prozent der Festlandfläche Kroatiens sind geschützt. Bei Zuzählung der geschützten Gewässer ergeben sich 6.129 Quadratkilometer.Nationalparks
1. Nationalpark Plitvicer Seen kroatisch Plitvicka jezera (weltberühmte Wasserfälle), Nationalpark seit 1949, UNESCO-Weltnaturerbe seit 1979, u.a. Schauplatz der Winnetou-Filme 2. Nationalpark Paklenica hervorragende Klettermöglichkeiten, Karsthöhlen, Nationalpark seit 1949 3. Nationalpark Risnjak in der Gebirgsgegend des Gorski kotar nahe Rijeka, Nationalpark seit 1953 4. Nationalpark Mljet Insel in Süddalmatien, Nationalpark seit 1960 5. Nationalpark Kornaten kroatisch Kornati (Inselarchipel), geschützt seit 1964 6. Nationalpark Krka bei ?ibenik (berühmte Wasserfälle), Nationalpark seit 1985, u.a. Schauplatz der Winnetou-Filme 7. Nationalpark nördlicher Velebit Vielfältige Karstphänomene, Reichtum an Flora und Fauna auf kleinstem Platz, Nationalpark seit 1999 8. Nationalpark Brijuni auch Brioni genannt, vor Istrien, vormalige Tito-Sommerresidenz, kleiner SafariparkNaturparks
1. Naturpark Kopacki rit Feuchtbiotop an der Donau 2. Naturpark Papuk in Mittelslawonien 3. Naturpark Lonjsko polje Feuchtbiotop an der Save 4. Naturpark Medvednica der "Hausberg" von Zagreb 5. Naturpark ?umberak-Samoborsko gorje westlich von Zagreb 6. Naturpark Ucka Gebirge nahe Rijeka, trennt Istrien vom übrigen Festland 7. Naturpark Velebit umfasst den gesamten Gebirgszug (nördlicher Velebit und Paklenica besonders geschützt) 8. Naturpark Vransko jezero im dalmatinischen Hinterland 9. Naturpark Tela?cica bei den Kornaten 10. Naturpark Biokovo Gebirgszug in SüddalmatienIn Kroatien leben in freier Wildbahn noch Braunbären, Wölfe, Luchse, Adler und andere geschützte Tierarten.
Wasserreichtum
Kroatien zählt zu den 30 wasserreichsten Staaten dieser Erde. Dies wurde in einem UNESCO-Bericht über die Wasservorkommen dieser Welt festgestellt. In Europa nimmt Kroatien sogar den dritten Platz ein mit 9.500 m³ an jährlich erneuerbaren Wasserreserven pro Person. Kroatien gehört auch zu den seltenen Staaten dieser Welt mit organisiertem Wassermanagement. Schon 1891 verabschiedete das kroatische Parlament das Wasserrechtsgesetz des Königreiches von Kroatien und Slawonien, das gesetzliche Regelungen für Gewässer, Flussbetten, die Küste, die Wassernutzung, die Regulierung von Wasserflüssen, wie auch den Flutschutz, Wasserschutz, Wasserschutzvereinigungen und vieles weiteres vorsieht.Wasserqualität
Die kroatische Adria ist nach einer ADAC-Untersuchung der sauberste Teil des Mittelmeers. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass es in Kroatien bislang keine größeren Industriestandorte in Küstennähe gibt, durch die das Wasser verunreinigt werden könnte. Es besteht die Hoffnung, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird, da in Kroatien großer Wert auf Natur- und Umweltschutz gelegt wird. Kroatien hat auch eine beträchtliche Zahl von Stränden, die mit der internationalen, blauen Flagge gekennzeichnet sind (94 Strände, 19 Marinas). Die blaue Flagge wird als Symbol für hohe Umweltstandards sowie gute Sanitär- und Sicherheitseinrichtungen im Hafen- und Badestellenbereich international anerkannt.Bevölkerung
Kroatien hat nach der Volkszählung von 2001 4.437.460 Einwohner.Die Lebenserwartung in Kroatien beträgt etwa 75 Jahre. Seit einigen Jahren verzeichnet das Land wegen niedriger Geburtenraten eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung.
Von den Einwohnern zum Zeitpunkt der Volkszählung von 2001 besaßen 4.399.364 (99,14 %) die kroatische Staatsangehörigkeit, 44.340 (1,00 %) davon auch eine zweite Staatsangehörigkeit. 17.902 (0,40 %) besaßen eine ausländische Staatsangehörigkeit, 9.811 (0,22 %) waren Staatenlose. Von 10.383 Einwohnern (0,23 %) war die Staatsangehörigkeit unbekannt.
Religiöse Zugehörigkeit
Der überwiegende Teil der Bevölkerung gehört der römisch-katholischen Kirche an, Zahlen über tatsächliche Kirchengänger liegen derzeit nicht vor.Laut Volkszählung von 2001 sind die folgenden Religionen stark in Kroatien vertreten: 1. Römische Katholiken 3.897.332 (87,8%) 2. Agnostiker und Atheisten 230.908 (5,2%) 3. Orthodoxe 195.969 (4,4%) 4. Muslime 56.777 (1,3%) 5. Katholiken des griechischen Ritus 6.219 (0,1%) 6. Zeugen Jehovas 6.094 (0,1%) 7. Calvinisten 4.053 (0,1%) 8. Lutheraner (Augsburger Bekenntnis) 3.339 (0,1%) 9. Adventisten 3.001 (0,1%) 10. Baptisten 1.981 (<0,1%)
Infrastruktur, Verkehr und Telekommunikation
Der Verkehrs- und Infrastruktursektor ist derzeit einer der sich am schnellsten entwickelnden Bereiche der kroatischen Wirtschaft. In kaum einem anderen Land Europas wird derzeit mehr in diesen Bereich investiert und es gibt derzeit nur wenige Länder, in denen derzeit so viele Autobahnkilometer innerhalb kürzester Zeit entstehen, wie in Kroatien. Auch andere wichtige Infrastrukturprojekte, wie Brücken, städtische Kommunalprojekte, Umweltprojekte oder der Ausbau von Häfen befinden sich derzeit in einer Projektierungs- oder Bauphase. Das kroatische Wirtschaftswachstum und der Lebensstandard der kroatischen Bevölkerung sind direkt von den Investitionen in diesem Bereich abhängig. Insbesondere für den Tourismus erhofft man sich nachhaltige Auswirkungen durch bessere Infrastrukturlösungen. Eine bereits in Kraft getretene, transparentere und härtere Gesetzgebung soll hier unkontrolliertes Bauen verhindern.Flughäfen
Die bedeutendsten kroatischen Flughäfen befinden sich in Zagreb, Rijeka, Split, Dubrovnik und Zadar. Seit 2005 gehört die nationale kroatische Fluggesellschaft Croatia Airlines zur Star Alliance. Innerhalb der nächsten Jahre sollte ein neues Terminal am Flughafen in Zagreb entstehen.Häfen
In Kroatien gibt es mehrere wichtige Adriahäfen. Der größte Hafen an der östlichen Adriaseite ist Rijeka, gefolgt vom Industriehafen Ploce und dem Passagierhafen Split. Bis 2009 sollte der Adriahafen in Rijeka, grundlegend modernisiert werden und somit Städtetourismus mit Hafenflair verbinden. Blick von der alten kroatischen Küstenstraße (kroat. Jadranska magistrala) nahe ?ibenik vergrößern Blick von der alten kroatischen Küstenstraße (kroat. Jadranska magistrala) nahe ?ibenikEisenbahn
Der Bahnverkehr in Kroatien ist noch relativ unterentwickelt, was das Personenaufkommen und die Qualität der Bahnstrecken betrifft. Deshalb steigen die Menschen öfter auf Busse um, die oft preiswerter sind und in kürzeren Intervallen verkehren. Seit 2005 verkehren auf der Strecke Zagreb?Split die Pendolino-Neigezüge, die eine viel komfortablere und kürzere Reise ermöglichen als zuvor. Die kroatische Bahn, die sich soeben in einem Privatisierungsprozess befindet (Stand: 2006), ist bestrebt die Reisequalität auf einzelnen Strecken zu erhöhen und die Reisezeiten zu verringern.Autobahnen
Das kroatische Autobahnnetz gehört zu den jüngsten in Europa. Viele Autobahnkilometer wurden erst kürzlich fertiggestellt und ein Ende der regen Bautätigkeit ist noch nicht abzusehen. Das Hauptprojekt stellt hierbei die Autobahn A1 Zagreb?Split dar, die noch vor dem Sommer 2005 fertiggestellt wurde. Somit wurde eine durchgehende Autobahnverbindung zwischen den beiden größten kroatischen Städten hergestellt. Bis 2008 sollten einige wichtige Bauprojekte verwirklicht sein. Dazu zählt die Erweiterung des Autobahnnetzes bis nach Ploce in Süddalmatien, bessere Verkehrslösungen für Rijeka, die Autobahnverbindung nach Osijek, der Autobahnausbau nach Sisak und die Autobahnanbindungen in Richtung Serbien, Slowenien und Österreich. Ebenfalls wird nicht beim Fahrkomfort und bei der Sicherheit gespart. Zur Zeit wird der Ausbau zahlreicher Raststätten entlang aller kroatischen Autobahnen vorangetrieben. Ebenso sollten mittels modernster Videoüberwachungs-Technik Unfälle vermieden werden.Telekommunikation und Internet
Der Telekommunikationssektor ist in Kroatien bereits weit entwickelt, insbesondere was die Mobilfunknetze betrifft und hat in den letzten Jahren im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbranchen in Kroatien die größten Fortschritte gemacht. Dies ist auch daran ersichtlich, dass der Telekommunikationssektor in diesem Land einen höheren Anteil am BIP trägt, als dies in den alten EU-Ländern der Fall ist (über 5%). Auch die Gesetzgebung in diesem Bereich befindet sich bereits auf europäischen Niveau. Als Folge der Liberalisierung des Marktes im Jahr 2005 kommen immer mehr alternative Telekommunikations-Betreiber auf den kroatischen Markt.In Kroatien gibt es derzeit (Stand: Frühjahr 2006) drei Mobilfunknetzbetreiber, wobei eine vierte Lizenz noch im Laufe des Jahres 2006 ausgeschrieben werden sollte. Die beiden größten Netze garantieren eine flächenmäßige Abdeckung von über 98 %. Auch die Einführung neuen Technologien, wie WAP, GPRS oder MMS wurde rasch durchgeführt. Auch UMTS und mobile Videotelefonie sind bereits verfügbar. Dem kroatischen Telekommunikationssektor wird immer noch recht gutes Wachstumspotential zugeschrieben, da noch keine vollständige Marktsättigung erreicht wurde.
Breitbandinternetzugänge sind nicht im ganzen Land verfügbar. Durch gezielte Wachstumsanreize soll der Ausbau Breitbandinfrastruktur beschleunigt werden. 2005 wurden in Kroatien bereits Frequenzlizenzen für Internet-Funknetzwerke vergeben. Insbesondere durch neue WiMAX-Funknetzwerke soll die Internet-Infrastruktur in ganz Kroatien ausgebaut werden. Die flächenmäßige Abdeckung ganzer Städte und Regionen mit dieser Technik wurde hierbei beschlossen.
Kroatien nimmt, was die terrestrische Abdeckung mittels digitaler TV-Sendetechnik (DVB-T) betrifft, eine führende Stellung in Europa ein und hat erst unlängst von Seiten der Europäischen Kommission europaweit die beste Bewertung diesbezüglich bekommen. In Kroatien besteht bereits die Möglichkeit zur digitalen Abdeckung von 70% der Bevölkerung (Stand: 2006).
Tourismus
Kroatien ist ein beliebtes Urlaubsziel. Hauptattraktionen sind die Küste, die Nationalparks und die Städte, besonders beliebt sind Dubrovnik, Split, Rijeka und Zagreb. Jedes Jahr besuchen über zehn Millionen Touristen Kroatien. Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Kroatiens: Der Anteil am BIP beträgt ca. 20 Prozent.Kultur und Gesellschaft
In kultureller und architektonischer Hinsicht wurde der Norden und Nordosten Kroatiens durch seine lange gemeinsame Geschichte mit Ungarn bzw. Österreich im Baustil des Barock geprägt. Der Süden des Landes, das Küstenland von Istrien, der Kvarner-Bucht, des Hrvatsko primorje und Dalmatiens hingegen wurden architektonisch vorwiegend im Stil der Renaissance durch die frühere Seemacht Venedig (1409 bis etwa 1815) beeinflusst. Viele Hafenstädte haben daher noch immer ein ausgesprochen venezianisches bzw. italienisches Flair. Die landschaftliche, soziale und kulturelle Vielfältigkeit spiegelt sich insbesondere auch in den Volkstrachten Kroatiens wider. Einen wesentlichen Beitrag zur kroatischen Musiklandschaft leisten die charakteristischen Tamburica-Ensembles mit typisch-kroatischen Musikinstrumenten.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel
Kroatien
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